Gemeinsam mit starken Partnern arbeiten wir an einem klimaneutralen Kärnten!
Für eine sozial-gerechte Energiewende und echten Klimaschutz in Kärnten, muss die kommende Landesregierung endlich ambitionierte Klimaschutzpläne und zielführende Maßnahmen umsetzen. Gerade in den Bereichen Ausbau von Erneuerbaren, Reduktion des Energieverbrauchs und Mobilität gibt es noch einen großen Handlungsbedarf. Gemeinsam mit der Allianz von klimaNEUtral Kärnten fordern wir deshalb alle kärntner Parteien auf, Klimaschutz zur Priorität zu machen.
Klimaneutralität 2040 bedeutet krisensichere Energie, leistbare Mobilität und Heizkosten. Während das Problem der explodierenden Energiekosten kurzfristig mit Steuermitteln zugeschüttet wird, fehlt auf Landesebene in Kärnten immer noch der langfristige verbindlicher Plan. Die Landespolitik ist gefordert, das Ziel der Klimaneutralität und den Weg dahin gesetzlich festzulegen. Klare Regeln und finanzielle Anreize sind vonnöten, um die Transformation so rasch wie möglich einzuleiten und langfristig abzusichern. Jeder Tag zählt - auch schon vor der Landtagswahl.
In Kärnten sind die Treibhausgasemissionen beim Verkehr mit einer Steigerung von 73% (seit 1990) regelrecht explodiert. Seit 2014 zeigt der Emissionstrend des Mobilitätsverhaltens in Kärnten nur in eine Richtung: nach oben. Das wird sich in Zukunft nur dann ändern, wenn die Landesregierung Rahmenbedingungen für eine ernst gemeinte Mobilitätswende schafft. "Das bedeutet eine klare Priorisierung des öffentlichen Verkehrs sowie Radverkehrs und ein endgültiges Aus für große Straßenbauprojekte.
Scientists for Future (S4F, auch Scientists4Future) ist ein überinstitutioneller, überparteilicher und interdisziplinärer Zusammenschluss von Wissenschaftler*innen, die sich für eine nachhaltige Zukunft engagieren. Scientists for Future reagiert auf die historisch beispiellose Klima-, Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitskrise, welche die Menschheit vor globale Herausforderungen stellt. Die notwendigen Wandlungsprozesse erfordern entschlossenes und unverzügliches Handeln auf der politischen, wirtschaftlichen und technischen, sozialen und kulturellen, wissenschaftlichen sowie der privaten Ebene. Denn die Zeit drängt. Als Wissenschaftler*innen sehen wir uns deshalb in der Pflicht, öffentlich und proaktiv die Stimme zu erheben. Wir unterstützen die Plattform "klimaNEUtral Kärnten", weil wir ihrer Diagnose „zu wenig, zu langsam“ zustimmen.
Die Lebensqualität in Österreich können wir nur erhalten und verbessern, wenn wir der Klimakrise etwas entgegensetzen und uns mit sauberer wie leistbarer Energie versorgen. Dafür setzen wir uns ein bei Erneuerbare Energie Österreich!
Unser Ziel: Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme – 100% Energie aus Erneuerbaren. Um das zu schaffen, braucht es Tempo, Mut und Investitionen – und bessere Voraussetzungen für den Ausbau erneuerbarer Energie, auch in Kärnten! Jede Kilowattstunde, die nachhaltig in der Region erzeugt wird, schützt das Klima, sichert Arbeit und macht uns von Energieimporten unabhängig. Für die Umwelt, für die Menschen, für die Wirtschaft.
Erneuerbare Energien sind die Lebensversicherung für die Wirtschaft in Kärnten und die Garantie für günstige Energiepreise. Kärnten ist für die Nutzung der Windenergie ein bedeutendes Bundesland. Nach Niederösterreich, dem Burgenland und der Steiermark hat Kärnten das viertgrößte Windenergie-Potenzial in Österreich. Mit der Errichtung von 140 Windrädern bis 2030 in Kärnten kann, mit 2 Mrd. Kilowattstunden Windstrom, so viel Energie erzeugt werden, wie derzeit Erdgas in Kärnten verbraucht wird. Für die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts und die Absicherung des Wohlstandes für die breite Bevölkerung ist die Nutzung der Windenergie besonders entscheidend.
Was Politiker:innen klar werden muss, ist, dass es bei Klimaschutz nicht darum geht, die Umwelt zu retten und erst recht nicht darum, Klimaaktivist:innen, NGO’s oder anderen Organisationen entgegenzukommen. Worum es geht, ist uns als Menschen sowie unsere Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen zu retten.
Klimaschutz darf nicht instrumentalisiert werden, weder von Rechts noch von Links, nicht von Konservativen und auch nicht von Liberalen, sondern muss von allen gleichermaßen selbstverständlich angesehen werden, um nicht nur kommenden Generationen eine bessere Zukunft zu übergeben, sondern auch schon, um uns selbst eine lebenswertere Zukunft - und Gegenwart - zu schenken. Deswegen fordern wir von allen Parteien eine konstruktive Zusammenarbeit für ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz auf Landes- und auf Bundesebene.
Die Klimakrise lässt sich wirksam bekämpfen, wenn sie als globales gesellschaftliches Problem verstanden wird. Bevölkerungsgruppen und Länder, die bisher stärker zur Klimakrise beigetragen haben sollen auch eine größere Verantwortung beim Klimaschutz übernehmen. Dazu müssen gesellschaftliche Strukturen und Machtverhältnisse, die zur Klimakrise beitragen, verändert werden. Kärnten hat die höchsten Pro-Kopf Emissionen österreichweit und muss daher dringend handeln um klimaneutral zu werden. Teil der Lösung sind ein ökologisches und demokratisches Energiesystem sowie ein solidarisches Agrar- und Lebensmittelsystem. Auch den Ausbau eines sozial-ökologisches Wirtschafts- und Handelssystem sollte Kärnten vorantreiben, damit die grundlegenden Bedürfnisse aller Menschen befriedigt werden können. Energieversorgung darf nicht missbraucht werden, um Profite von Unternehmen zu maximieren. Stattdessen sind ein ökologischer und sozialer gerechter Energiegrundanspruch, Klimagerechtigkeit und globale Solidarität zentrale Elemente mit denen die Klimawende gelingen kann.
Gemäß dem biblischen Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung, setzen wir uns als kirchliche Umweltbeauftragte für eine lebenswerte und zukunftsfähige Welt ein. Wir arbeiten dabei überkonfessionell und in Kooperation mit vielen anderen Organisationen.
In der vorösterlichen Fastenzeit führen wir die Aktion Autofasten durch, bieten österreichweit Bildungsveranstaltungen und Projekte im kirchlichen Bereich an und begleiten Pfarren und kirchliche Einrichtungen zum europäischen Umweltmanagement-Zertifikat EMAS.